Feldkapelle Hölzlhof

Am 6. März 1754 wird ein Gesuch für die Genehmigung zum Bau einer Feldkapelle im Hölzlhof eingereicht. Als sich der Graf vor einigen Jahren für ihn ganz unversehens in einer schweren Krankheit befunden hat, „ habe er ein Gelübte getan, nach der convalescens auf dem Hölzlhof an dem vorbeifließenden Bach eine Kapelle zu Ehren des hl. Johann von Nepomuk zu bauen. Damit die in dem ganzen Land Bayern zu dem hl. Johann von Nepomuk ihre Zuflucht nehmen. Er wollte auch einen Opferstock anbringen lassen, was aber vom Ordinariat dann nicht genehmigt wurde. Die Statue des hl. Nepomuk soll in Lebensgröße von einem Bildhauer gefertigt werden. Schon am 15. März hatte er die Genehmigung zum Bau einer Kapelle. Von dieser Kapelle können wir heute keine Reste finden.

Am Hölzlhof befand sich eine Hauskapelle, in der zuweilen Messe gelesen wurde, sie hatte einen eigenen Eingang. Beim Brand am 5. November 1868 wurde sie zerstört und nicht wieder aufgebaut. Jene Wand, an der das Kruzifix hing, blieb mit dem Kruzifix erhalten, es hängt heute im oberen Stock. Auf diese Kapelle war eine Allerseelenbruderschaft mit Seelenmessen gestiftet. Diese gestifteten Seelenmessen aber wurden am 19. August 1765 mit Genehmigung des bischöflichen Ordinariats Regensburg unter dem damaligen Besitzer Freiherrn von Lerchenfeld, der auch Domprobst war, nach der Pfarr- und Mutterkirche Regenstauf verlegt. Gestiftet wurden sie aus dem Ertrag eines Grundstücks, das schon nach Aufzeichnungen 1782 von dem damaligen Besitzer auf Hölzlhof, Freiherr von Laßberg auf den nachfolgenden Gutskäufer Jakob Gratzl, Seifensieer von Stadtamhof, überging. Aus den Akten ist zu erkennen, dass diese Messen 1859 auf 40 reduziert wurden. Gutsbesitzer Götzl und sein Nachfolger wollten einige Messen in der Hauskapelle lesen lassen, was vom bischöflichen Ordinariat abgelehnt wurde. 1822 erfolgte die Einpfarrung nach Irlbach. 1912 wurde vom Gutsbesitzer Joseph Wochinger und seiner Ehefrau Franziska, geb. Weigert, Wirtstochter von Gonnersdorf, eine neue Kapelle neben dem Hof gebaut. Diese wird heute bei Bittgängen aufgesucht.